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Mit kooperativen Werten gestalten wir Zukunft

  • afigul
  • 27. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. März


Und nicht nur das. Sie führen uns auch aus Dauerstress und Konflikten heraus.

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Wir erleben gerade deutlich, wohin Ego-Shooting, Alleingänge und Dominanzstreben führen. Autoritäres und aggressives Verhalten zerstören das, was langfristig aufgebaut wurde. Damit lässt sich Zukunft nicht gestalten.


Was macht uns zu kooperativen Erwachsenen?


Es sind aus meiner Sicht als Transaktionsanalytikerin und Coach vor allem zwei Faktoren. Ein funktionierender Erwachsenen-Ich-Zustand und eine Grundhaltung des gegenseitigen Respekts.


Das Erwachsenen-Ich ist der Zustand, in dem wir bewusst, echt, offen, beziehungs- und lösungsorientiert handeln. Wir hören hin und hören zu, beobachten wertfrei, suchen Fakten, prüfen Informationen, überlegen Handlungsoptionen und nehmen unsere Gefühle, Emotionen und Gedanken wahr. Wir gehen in Kommunikation mit anderen, stellen Fragen, sind offen für Feedback und bringen eine Bereitschaft für Verhandlung und Kompromisse mit. Entscheidungen sind keine Machtdemonstrationen, sondern Ausdruck von Lernbereitschaft, Respekt und Verantwortung.


Kooperative Erwachsene und Leader orientieren sich an der Haltung von „Ich bin ok - Du bist ok“, also wechselseitige Anerkennung und Respekt. Verantwortung wird nicht auf andere geschoben im Sinne von den „Schuldigen“ zu finden, sondern es geht um die gemeinsame Suche nach konstruktiven Lösungen jeder Art, ob in privatem oder professionellem Kontext wie Team oder Führung.


Unsere Realität sieht leider oft anders aus. Es entstehen Dynamiken von Macht- und Opferhaltungen. Gravierende Beispiele finden sich täglich in Medien, Politik und Unternehmenskommunikation. „Schuld“ haben immer die anderen.


Reagieren wir aus dem Eltern-Ich-Zustand (belehrend, kontrollierend, machtvoll, rettend, überfürsorglich) oder aus dem Kind-Ich-Zustand (rebellisch, ängstlich, vermeidend, überemotional, angepasst), dann brechen kooperative Dialoge ab. Das führt zu Konflikten statt zu Zusammenarbeit.


Wenn wir uns selbst beobachten und erkennen, dann können wir in unser Erwachsenen-Ich zurückkehren. Hier haben wir Ressourcen zur Verfügung, unsere Gelassenheit, Kreativität, Zuwendung, Beziehungsstärke, unser eigenes Urteilsvermögen und unsere Werte. Das ist unsere Identität.


Wenn uns Kinder und Jugendliche in diesem Zustand beobachten, werden wir ein lebensbejahendes Modell für sie.



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© Annelie Figul

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